Vor einem Jahr zog Jonas (34) für den Job nach Hamburg und kannte niemanden. Heute organisiert er selbst den Spieleabend, bei dem er damals zum ersten Mal dabei war.
„Mein erster Sponties-Moment war unspektakulär: Dienstagabend, keine Lust auf die leere Wohnung, im Radar stand ein Spieleabend, 800 Meter entfernt, zwei Plätze frei. Ich habe zugesagt, bevor ich es mir ausreden konnte."
„Beim ersten Mal kennst du niemanden. Beim zweiten Mal sagt jemand: Ah, du schon wieder — willst du diesmal Catan oder Wizard? Das klingt banal, aber genau da kippt es: Man ist nicht mehr Gast, man gehört dazu."
Nach vier Monaten übernahm Jonas den Abend, als der alte Host umzog. „Als Gastgeber lernst du automatisch alle kennen. Und du merkst: Die meisten kommen aus demselben Grund wie du damals." Heute hat die Runde zwölf Stammgäste und eine Warteliste.
„Nimm das unspektakulärste Event, das du findest. Keine große Party, kein Networking — ein Spieleabend, ein Spaziergang. Und geh zweimal hin. Der zweite Abend ist der, der zählt."