Was tun am Wochenende in Hannover? „Die Stadt wird unterschätzt" — das sagen fast alle, die hier Anschluss gefunden haben. Am Wochenende zeigt die Stadt, warum: See, Stadtwald und Kiezkultur liegen dicht beieinander, die Wege sind kurz. Hier kommt, was sich lohnt, und wie du deine Runde findest.
Wenn Hannover einen gemeinsamen Nenner hat, dann den Maschsee. Die rund sechs Kilometer ums Ufer sind die klassische Feierabend- und Wochenendrunde — zum Laufen, Skaten oder einfach Spazieren, am Nordufer mit Einkehr und Blick aufs Wasser. Im Sommer legen Tretboote ab, und beim Maschseefest ist ohnehin die halbe Stadt da. Eine Runde um den See ist der einfachste Einstieg, um in Hannover jemanden kennenzulernen: gleiches Tempo, gleiche Richtung, genug Zeit zum Reden.
Die Eilenriede ist Hannovers heimlicher Star: ein Stadtwald mitten im Zentrum, fast doppelt so groß wie der New Yorker Central Park. Man spaziert unter alten Bäumen, radelt über die Waldwege, joggt seine Runde oder breitet am Georgengarten die Picknickdecke aus. Dass so viel Grün direkt vor der Haustür liegt, macht spontane Verabredungen leicht — für einen Waldspaziergang oder einen Lauftreff braucht es keine große Planung, nur jemanden, der mitkommt.
Wenn es abends wird, geht es nach Linden. Rund um die Limmerstraße — von den Einheimischen liebevoll „Limmern" genannt — reihen sich Kneipen, kleine Läden und Küchenpartys, und die Kiezkultur lebt davon, dass alle mitmachen. Spieleabende, Straßenfeste, ein Feierabendbier auf dem Bürgersteig: In Linden ist der Weg vom Fremden zum Bekannten kurz. Über Sponties in Hannover findest du die Leute, mit denen der Abend besser wird.
Am Maschsee entlang macht Regen keinen Spaß — zum Glück liegt das Sprengel Museum direkt daneben, mit einer der besten Sammlungen zur Klassischen Moderne im Land, Schwitters und Picasso inklusive. Das Landesmuseum gegenüber deckt vom Urzeit-Saurier bis zur Gemäldegalerie alles ab. Der schönste Regentipp der Stadt liegt aber in Herrenhausen: die Schauhäuser im Berggarten, wo man zwischen Orchideen und Kakteen im Warmen steht, während es draußen schüttet. Und die Kestner Gesellschaft im ehemaligen Hallenbad zeigt Gegenwartskunst in einer Kulisse, die man so nicht erwartet.
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