In der Nacht zum 25. Oktober 2026 wird die Uhr von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Eine Stunde mehr Schlaf, ein Sonntag mit Puffer — und ab Montag ein Feierabend, der im Dunkeln liegt. Für Verabredungen ist das der härteste Einschnitt des Jahres, härter als jeder Wetterumschwung.
Am letzten Sonntag im Oktober endet die Sommerzeit, 2026 also am 25. Oktober. Um drei Uhr werden die Uhren auf zwei Uhr zurückgestellt, die Nacht ist eine Stunde länger. Die Sonne geht danach in den meisten Teilen Deutschlands vor 17 Uhr unter, Mitte Dezember schon gegen 16 Uhr. Der Tag wird also nicht kürzer, als er ohnehin würde — aber das Ende verschiebt sich schlagartig um eine Stunde nach vorn.
Bis Ende Oktober ist ein Spaziergang um 18 Uhr eine Selbstverständlichkeit. Ab dem 26. Oktober ist es dieselbe Verabredung im Dunkeln. Genau daran scheitern die meisten Sommergewohnheiten: Der Ort bleibt, die Zeit stimmt nicht mehr. Wer das weiß, kann vorbauen, statt sich im November zu wundern, dass niemand mehr rausgeht.
Die einfachste Anpassung ist eine zeitliche. Aus dem Treffen nach der Arbeit wird die Mittagspause, aus dem Abendspaziergang die Runde direkt nach Feierabend, aus dem Sonntagnachmittag der Sonntagvormittag. Und was sich draußen nicht halten lässt, bekommt einen festen Wochentag drinnen. Ein verabredeter Dienstag trägt durch den Winter, ein spontaner Impuls trägt bis zum ersten Regen.
Mehr als man denkt. Laufgruppen laufen im Winter mit Stirnlampe weiter, Spazierrunden funktionieren mit Licht und warmen Schuhen, Eisbahnen öffnen ab November, und ab Ende November kommen die Weihnachtsmärkte dazu, die genau das liefern, was im Dunkeln fehlt: Licht, Menschen und einen Grund zum Stehenbleiben. Die Dunkelheit ist eher ein Kleidungs- als ein Programmproblem.
Im Sommer trägt der Ort die Verabredung, im Winter das Format. Ein Brettspielcafé, eine Schwimmhalle, ein Kochabend, ein Kurs: Überall gibt es einen Ablauf, der das Gespräch trägt, und einen Grund, zwei Stunden zu bleiben. Welche Treffpunkte im Winter wirklich funktionieren, steht in Treffpunkte für drinnen.
Nach der Umstellung liegt der helle Teil des Tages fast vollständig in der Arbeitszeit. Wer erst nach Feierabend rausgeht, sieht von Anfang November bis Mitte Februar an Werktagen kaum Tageslicht. Praktisch heißt das zweierlei: Die Mittagspause wird zum wichtigsten halben Stündchen des Tages, und das Wochenende übernimmt die Rolle, die im Sommer die Abende hatten. Zwei Vormittagstermine am Wochenende tragen einen Winter besser als fünf gute Absichten für den Abend.
Der 25. Oktober ist der einzige Tag im Jahr, an dem alle eine Stunde übrig haben. Sie verschwindet erfahrungsgemäß im Bett oder am Handy. Eine Verabredung am Sonntagvormittag ist die bessere Verwendung, und sie hat einen Nebeneffekt: Wer den ersten dunklen Sonntag mit anderen verbringt, startet anders in die Woche. Ideen dafür stehen in Was tun am Sonntag.
Ein paar Tage Müdigkeit sind normal, die Rückstellung im Herbst gilt als die leichtere der beiden. Bleibt es länger schwer, liegt es meist nicht an der Uhr, sondern am Licht: Ab Ende Oktober bekommen viele Menschen an Werktagen kaum noch Tageslicht ab. Was dagegen hilft, steht in Herbstblues: was hilft, wenn das Licht weniger wird.
In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2026. Um drei Uhr werden die Uhren auf zwei Uhr zurückgestellt, die Nacht ist damit eine Stunde länger. Zurück auf Sommerzeit geht es am letzten Sonntag im März.
Angekündigt ist es seit Jahren, beschlossen ist nichts. Das Europäische Parlament hat sich 2019 für ein Ende der Umstellung ausgesprochen, die Mitgliedsstaaten haben sich bis heute nicht auf eine gemeinsame Zeit geeinigt. Bis dahin bleibt es bei zwei Umstellungen pro Jahr.
Nach der Umstellung geht die Sonne in den meisten Teilen Deutschlands vor 17 Uhr unter, um die Wintersonnenwende Mitte Dezember gegen 16 Uhr. Zwischen dem Westen und dem Osten des Landes liegen dabei rund 30 Minuten Unterschied.
Nach vorn verlegen und festmachen. Mittagspause, direkt nach Feierabend oder Wochenendvormittag statt Abend, dazu ein fester Wochentag für ein Format, das drinnen stattfindet. Spontane Abendpläne brechen in der dunklen Jahreszeit deutlich häufiger weg als verabredete Termine.
Alles, was draußen und abends stattgefunden hat. Spazierrunden, Feierabendtreffen im Park, Sport im Freien: Ab dem 26. Oktober liegt das im Dunkeln. Am besten funktioniert, den Zeitpunkt zu verschieben — Mittagspause, direkt nach der Arbeit, Wochenendvormittag — und für den Abend ein Format zu wählen, das drinnen ohnehin stattfindet.
Bei vielen Menschen für ein paar Tage, weil der Rhythmus nicht sofort mitkommt. Die Rückstellung im Oktober ist dabei die verträglichere Richtung. Hält die Müdigkeit über Wochen an, ist eher der Lichtmangel die Ursache als die eine Stunde.
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