Die Herbstferien sind die ehrlichste Ferienzeit des Jahres: kein Sommerurlaub, kein Weihnachtsprogramm, dafür ein oder zwei Wochen, die irgendwie gefüllt werden müssen. Wer nicht wegfährt, merkt schnell, dass die Tage lang sind und die Ideenliste kurz.
Die Herbstferien sind über fünf Wochen verteilt. Hessen, das Saarland und Rheinland-Pfalz beginnen 2026 am frühesten, am 5. Oktober. Nordrhein-Westfalen hat mit gut zwei Wochen die längsten, Baden-Württemberg liegt vom 26. bis 30. Oktober, Bayern erst vom 2. bis 6. November. Für Familien heißt das zwei Dinge: Ausflugsziele sind nicht in allen Wochen gleich voll, und wer Verwandte in einem anderen Bundesland hat, kann die versetzten Termine nutzen, statt gegen sie zu planen.
Museen, Zoos und Schwimmhallen sind in den Ferien vormittags am leersten und ab dem frühen Nachmittag am vollsten. Mit kleinen Kindern kommt etwas dazu: Vor dem Mittagessen sind sie ausgeschlafen und aufnahmefähig, danach beginnt das Zählen der Minuten. Ein Plan, der um zehn anfängt und um eins zu Hause endet, funktioniert verlässlicher als jeder Ganztagsausflug. Mehr dazu in Unternehmungen mit Kind.
Regen ist im Oktober kein Ausnahmefall, sondern der häufigste Grund, warum Ferienpläne kippen. Verlässlich drinnen sind Kindermuseen, Technik- und Naturkundemuseen, Schwimmhallen, Bibliotheken und Hallenspielplätze. In den Ferien lohnt der Blick auf die Website vor der Abfahrt: Viele Häuser haben Ferienprogramme mit Anmeldung, und einzelne Mitmach-Ausstellungen sind an Regentagen schon mittags an der Kapazitätsgrenze. Entscheidend ist, dass der Plan B vorher steht — wer erst bei Regen sucht, landet vor dem Fernseher. Ein Schnitzabend ist der Plan B, der fast nichts kostet und zwei Stunden trägt — siehe Kürbiszeit. Unter Spots für Familie und Kinder stehen die Ziele nach Stadt sortiert, mit Kategorien wie Kindermuseum, Familienbad und Zoo.
Mitte Oktober ist es abends noch bis kurz nach 18 Uhr hell, nach der Zeitumstellung am 25. Oktober wird es eine Stunde früher dunkel. Die Ferien liegen also genau an dieser Kippe. Solange das Licht reicht, trägt draußen fast alles: Wildparks mit freiem Eintritt, Waldspielplätze, Kastanien sammeln, Drachen steigen lassen. Viele Parkeisenbahnen und Freibäder haben Ende Oktober ihren letzten Betriebstag — ein Blick auf die Website lohnt, bevor man losfährt.
Der wirksamste Ferientrick hat mit dem Ziel nichts zu tun: Mit einer zweiten Familie beschäftigen sich die Kinder gegenseitig, und die Erwachsenen kommen zum Reden. Das senkt den Anspruch an das Programm erheblich, ein Spielplatz reicht dann für zwei Stunden. Wer niemanden zum Fragen hat, findet über die Themenwelt Familie und Kinder Familien in der Nähe, die dieselben Ferien haben.
Die meisten Eltern haben weniger Urlaubstage als ihre Kinder Ferientage. Drei Wege helfen. Die Ferienbetreuung der Stadt oder eines Vereins ist oft günstig und früh ausgebucht, ein Anruf im September entscheidet. Der Tauschtag mit einer anderen Familie heißt: einmal nimmst du beide Kinder, einmal die anderen. Und die Großeltern-Woche fühlt sich für alle besser an, wenn sie geplant ist statt erbeten. Elegant ist keine dieser Lösungen. Jede ist besser als zwei Wochen schlechtes Gewissen.
Ferien scheitern selten an zu wenig Programm, sondern an zu viel. Ein fester Punkt pro Tag — vormittags raus, nachmittags frei — reicht für das Gefühl, dass etwas war. Ein Tag ohne alles gehört ausdrücklich dazu: Kinder brauchen Langeweile, um auf eigene Ideen zu kommen. Und Eltern brauchen einen Nachmittag, an dem nichts organisiert werden muss.
Sie verteilen sich über fünf Wochen. Hessen, das Saarland und Rheinland-Pfalz beginnen am 5. Oktober, Nordrhein-Westfalen hat mit gut zwei Wochen die längsten Herbstferien, Baden-Württemberg liegt vom 26. bis 30. Oktober und Bayern vom 2. bis 6. November. Die verbindlichen Termine stehen im Ferienkalender des jeweiligen Bundeslandes.
Am besten trägt ein Programmpunkt pro Tag am Vormittag: Zoo, Museum, Schwimmhalle, Wildpark oder Spielplatz, danach der Nachmittag frei. Dazu kommen die Dinge, die nur im Herbst gehen — Kastanien sammeln, Drachen steigen lassen, Laubhaufen. Und ein Tauschtag mit einer anderen Familie entlastet mehr als jedes Ausflugsziel.
Wildparks und Wildgehege sind vielerorts kostenlos, ebenso Spielplätze, Waldspielparks, Bibliotheken und Stadtwälder. Viele Museen haben einen Tag oder Abend pro Woche mit freiem oder reduziertem Eintritt. Ein Ferientag kostet also nur so viel, wie man vorher plant.
In Kindermuseen, Technik- und Naturkundemuseen, Schwimmhallen, Bibliotheken und Hallenspielplätze. Wichtig ist, den Regenplan vorher festzulegen und nicht erst zu suchen, wenn es losgeht — dann bleibt die Familie meist zu Hause.
Über Orte mit eingebauter Wiederholung: Spielplatz, Kita- und Schulweg, Ferienbetreuung, Sportverein. Auf Sponties lässt sich eine Unternehmung für ein bestimmtes Zeitfenster anlegen, sodass andere Familien mit denselben Ferien nur zusagen müssen.
Weniger, als die meisten Eltern annehmen. Ein verlässlicher Punkt pro Tag reicht, und Leerlauf ist kein Versäumnis: Aus Langeweile entstehen eigene Ideen. Voll wird ein Ferientag ohnehin von selbst, sobald ein zweites Kind dabei ist.
Alle Einstellungen bleiben lokal auf deinem Gerät — nichts wird gesendet.