Warum Freundschaften ab 30 seltener von allein entstehen — und was sie trotzdem wachsen lässt.
In Schule und Studium entstehen Freundschaften nebenbei: Man sieht dieselben Menschen jeden Tag, ohne dass jemand etwas planen müsste. Genau dieser Rahmen fällt später weg. Der Kalender füllt sich mit Dingen, die feststehen, Umzüge verteilen den Freundeskreis über mehrere Städte, und Phasen wie ein neuer Job oder kleine Kinder verschieben für Jahre, wann jemand überhaupt Zeit hat. Dass Kontakte in dieser Zeit weniger werden, ist deshalb selten ein Zeichen dafür, dass man etwas falsch macht — es ist die Folge davon, dass der gemeinsame Alltag fehlt, der früher die Arbeit übernommen hat.
Was an die Stelle des früheren Alltags tritt, ist Wiederholung: dieselben Menschen, mehrmals, in einem Rahmen, der ohnehin stattfindet. Ein einzelner guter Abend schafft noch keine Vertrautheit, mehrere unspektakuläre schon. Hilfreich ist dabei alles, was neben dem Reden noch etwas anderes zu tun gibt — dann trägt die Situation das Gespräch, und niemand muss es allein am Laufen halten. Wie sich daraus Schritt für Schritt ein Kreis aufbaut, führt unser Ratgeber Neue Freunde finden zusammenhängend aus.
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