Einsamkeit hat wenig damit zu tun, wie viele Menschen um dich herum sind.
Alleinsein beschreibt einen Zustand: Es ist gerade niemand da. Einsamkeit beschreibt ein Gefühl — den Abstand zwischen der Nähe, die man sich wünscht, und der, die man erlebt. Beides fällt oft zusammen, aber längst nicht immer. Man kann einen Abend allein verbringen und ihn genießen, und man kann sich mitten in einer Gruppe unbeteiligt fühlen. Diese Unterscheidung nimmt dem Thema einiges an Schwere: Nicht die Zahl der Kontakte entscheidet, sondern ob unter ihnen welche sind, bei denen man nichts erklären muss.
Verlässlich taucht das Gefühl dort auf, wo eine Struktur wegbricht, die vorher beiläufig für Kontakt gesorgt hat. Ein Arbeitsplatz zu Hause liefert keine Gespräche zwischen zwei Terminen. Nach einem Umzug oder einer Trennung fehlt auf einmal ein ganzes Netz. In den Sommerwochen pausiert vieles, was sonst regelmäßig stattfindet. Solche Phasen sind vorübergehend, fühlen sich aber selten so an. Wer wissen will, was sich in dieser Zeit konkret tun lässt, findet das in unserem Ratgeber Einsamkeit überwinden.
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