Wie viel Kontakt guttut — und wie du absagst, ohne die Verbindung zu beschädigen.
Verabredungen fühlen sich beim Eintragen in den Kalender anders an als drei Wochen später. Zwischen beiden Momenten liegt eine Woche, die anstrengender war als gedacht — und plötzlich steht ein Termin da, für den die Energie nicht reicht. Wer dann trotzdem hingeht, sitzt den Abend ab und nimmt sich die Lust auf den nächsten. Wer absagt, hat ein schlechtes Gewissen. Beides ist unnötig, wenn man früh genug merkt, wie viel man sich zumuten kann, und Verabredungen entsprechend wählt.
Eine Absage beschädigt selten etwas — Stille schon. Kurz, zeitnah und ohne ausgedachte Ausrede reicht völlig; entscheidend ist, dass etwas nachkommt, ein konkreter Ersatztermin oder wenigstens ein klares Signal, dass das Interesse bleibt. Umgekehrt gilt dasselbe: Wer eine Absage bekommt, sollte sie beim Wort nehmen und trotzdem wieder fragen. Wenn allerdings fast alles zu viel wird und auch anderes schwerfällt, geht es nicht mehr um Verabredungen — dann ist ärztlicher Rat sinnvoller als jeder Ratschlag, und Anlaufstellen nennt Einsamkeit überwinden.
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